Arzneipflanzengarten

des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt

Hallo liebe Gartenfreunde!

Ich bin Sigrid Billig, ausgebildete Gästeführerin Gartenerlebnis Bayern.

Gerne zeige ich Ihnen die Schönheiten des Gartens, erzähle aus seiner Geschichte und gebe mein Wissen über Flora & Fauna an meine Gäste weiter.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit – lassen Sie sich begeistern!

Ich führe hier!

Sigrid Billig

Über den Garten

Am Rande der Altstadt von Ingolstadt liegt der Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums.

Von den botanischen Gärten der deutschen Universitäten sind heute nur noch zwei am alten Platz, einer davon in Ingolstadt. Nachdem 1723 der Grundstein für das neue Anatomiegebäude der Universität Ingolstadt gelegt worden war, entstand auf dem Gelände hinter dem Gebäude ein „Hortus medicus”, in dem die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet wurden. 1992 wurde diese Tradition mit der Anlage eines Arzneipflanzengartens und eines Duft- und Tastgartens wiederbelebt.

Was erwartet den Besucher bei einem Besuch des Arzneipflanzengartens?

Der Arzneipflanzengarten ist ein Ort der Ruhe mitten in der turbulenten Großstadt. Hier hört und sieht der Besucher Bienen summend von Blüte zu Blüte fliegen, kann den Fischen beim Schwimmen im Teich zusehen oder auf einer der beiden von Rosen und Hopfen umrankten Bänke Platz nehmen und den Anblick des Arzneipflanzengartens auf sich wirken lassen: Auf ornamentalen, von Buchsbaumhecken eingefassten Flächen sind einzelne Beete abgeteilt, auf denen die Pflanzen nach Wirkstoffgruppen zusammengefasst und nach Familien gegliedert angeordnet sind.

Die ornamentalen Flächen sind von Buchsbaumhecken eingerahmt.

Die Gruppen umfassen im Einzelnen: Ätherische Öle, Alkaloide, Saponine, Schleime, Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Glykoside. Eine Sonderabteilung zeigt Arten mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die in der Homöopathie und Volksmedizin häufig verwendet werden. Die Auswahl orientierte sich an dem aktuellen Grad der Gebräuchlichkeit in Medizin, Naturheilkunde und Selbstmedikation. Natürlich kann es nicht Sinn des Gartens sein, Anleitung zur Behandlung aller möglichen Krankheiten zu geben, wohl aber Einblicke und Kenntnisse in den heutigen Arzneipflanzenschatz und die Begegnung mit den lebendigen Trägern wertvoller Wirkstoffe zu vermitteln.

Eine Besonderheit ist der Duft- und Tastgarten, dessen mit Blindenschrift versehene Hochbeete auch Rollstuhlfahrern und Blinden einen genussvollen Gartenbesuch ermöglichen. Hier wächst eine Auswahl von rund 50 Heilpflanzen, die sich durch besonders charakteristische Strukturen oder besonders intensive Duftnoten auszeichnen: Schachtelhalm etwa und Rosmarin, Eukalyptus und Minze, Stechapfel und Eibisch.

Ob Winter oder Sommer, Sonnenschein oder Regen: Der Arzneipflanzengarten in Ingolstadt ist immer einen Besuch wert.

Wann ist der Arzneipflanzengarten besonders reizvoll?

Egal, ob sie die ersten Frühjahrsblüher wie die Alraune, Nieswurz oder das Lungenkraut erblicken, im Sommer die volle Pracht auch exotischer Arzneipflanzen wie Galgant, Feige oder Citrusbäume genießen, im Herbst den Anblick von Rote Bete über Spanischen Pfeffer bis hin zum Tabak bestaunen oder im Winter die immergrünen Pflanzen, aber auch die Architektur des Gartens mit  Lindenspalier,  Hainbuchenhecken und den Buchsbaumumrandungen entdecken, der Arzneipflanzengarten ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert!

 

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Führungen in diesem Garten

Die Dosis macht das Gift.

Arzneipflanzen und ihre berühmten Opfer

„Die Dosis macht das Gift” – dieses Zitat von Paracelsus haben viele schon einmal gehört. Auch der Tod von Sokrates durch den „Schierlingsbecher“ ist manch einem geläufig. Aber welche Einzelschicksale stecken hinter dem Tod dieser Menschen? War es Mord, Selbstmord oder einfach nur Unachtsamkeit? Wie wirken die pflanzlichen Gifte im menschlichen Körper? Und wie ist es möglich, dass diese tödlichen Pflanzen auch Krankheiten heilen können?

Die Apothekerin Sigrid Billig gibt bei der Themenführung durch den Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums Antwort auf diese und andere Fragen zu den „Killerpflanzen” unter den Heilkräutern.

Dauer: 1 Stunde

150€

Gruppenpreis (bis 50 Personen)

Unreines Bier!

Arzneipflanzen im Bier- vor (und nach) dem Reinheitsgebot

Im Jahr 1516 wurde das Bayerische Reinheitsgebot erlassen – und zwar in Ingolstadt! Uns interessiert, warum dieses Gebot überhaupt nötig wurde. Was hat man vorher eigentlich ins Bier gemischt? Und aus welchem Grund? Die Apothekerin und Gartenerlebnisführerin Sigrid Billig stellt bei dem Rundgang durch den Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums eine Auswahl der Pflanzen vor, die zur Herstellung des „unreinen“ Bieres verwendet wurden – darunter auch das Bilsenkraut (Solanaceae Hyoscyamus niger L.)

Dauer: 1 Stunde

10€

pro Person (bis 50 Personen)

Gingko, Quitte, Hopfen.

Die grüne Kulisse des Arzneipflanzengartens

Dabei geht es um die Pflanzen am Rande des Arzneipflanzengartens, die seine grüne Kulisse bilden und die aufgrund ihrer Größe oder ihrer Standortvorlieben aus dem Rahmen der barocken Gartenordnung fallen.

Dauer: 1 Stunde

15€

pro Person (bis 50 Personen)

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